11.August 2013

 

 

 

Der Teamcheck: Offensive und Scharfschützen

 

 

Nachdem in der letzten Woche die
Defensivreihen dran waren, folgen nun unsere offensiven Varianten. Die ersten
Spiele lassen schon einige Rückschlüsse zu und haben erste Erkenntnisse
geliefert, doch viele Dinge sind noch offen beziehungsweise müssen sich noch
entwickeln. Viel Spaß.

 

Los geht’s mit unserem 10er.

Seit seiner Rückkehr aus Nürnberg ist Daniel Didavi leider wie vom
Pech verfolgt. Die Einsatzminuten lassen sich an wenigen Fingern abzählen und
wirklich Zählbares ist dabei bisher nicht herausgesprungen. Die Rückennummer
trägt er dennoch zu Recht, denn das Zeug zu einem richtigen Spielmacher hat er
definitiv. Die Frage ist nur, wie lange er brauchen wird, um wieder fit zu
werden und sich dann langfristig einen Platz im Team zu erkämpfen. Viel Glück!

Beinahe in die gleiche Ecke dürfte sich Johan Audel gesellen. Diese
Leidensgeschichte zieht sich jedoch schon um einiges länger. Seine mageren
Einsätze für den VfB lassen sich ebenso wenig wie die von Didavi analysieren.
Auch das wichtigste für ihn: Zeit lassen. Es dürfte wohl seine letzte Chance
werden und er steht leider nur kurz vor der Sportinvalidität, sollte er sich
ein weiteres Mal verletzen.

Patrick Funk war nun zwei
Jahre an den FC St. Pauli Hamburg ausgeliehen. Dort absolvierte er solide
Spiele, brachte seine Leistung und trumpfte auf verschiedenen Positionen auf.
Dennoch ist sehr fraglich, inwieweit diese Leistung auf die 1. Bundesliga
anzurechnen ist. Meine Prognose: Ergänzungsspieler, dürfte wohl eher wieder in
die 2. Mannschaft integriert werden.

Mit Marco Rojas können wir das Kapitel Verletzungen hoffentlich
beschließen. Mit großen Vorschusslorbeeren aus der neuseeländischen Heimat ist
er beim VfB angekommen, es entwickelten sich sogar Vergleiche mit Lionel Messi.
Doch leider verletzte auch er sich kurz nach Aufnahme seiner Tätigkeit im
Verein. Er ist die große Wundertüte. Abwarten.

Nach einer grandiosen Saison und einem unbändigen Willen hat sich Ibrahima
Traoré
fest im System etabliert. Er ist ein Paradebeispiel für einen
Bobic-Transfer. Schon lange beobachtet, wenn auch bereits vor der eigentlichen Fredi-Ära,
immer wieder versucht ihn aus Augsburg wegzulocken, hartnäckig dran geblieben
und dann auch am Spieler festgehalten, nach einer dürftigen Einstandssaison.
Dann hatte er es schließlich geschafft und weckt nun auch Begehrlichkeiten
anderer Clubs. Bleibt nur zu hoffen, dass der Spieler dieses Vertrauen auch zu
schätzen weiß. Für ihn gilt, sollte er bleiben, weiterhin solide Leistungen
bringen, jetzt muss er sich beweisen.

Tunay Torun ist und bleibt
ohne Frage der Lieblingsspieler von Bruno Labbadia. Chancen hat er mittlerweile
einige zugesprochen bekommen, überzeugen, empfehlen oder gar durchsetzen konnte
er sich bislang zu Recht nicht. Ich denke, er wird weiterhin seine
Einsatzzeiten erhalten, ob er diese nutzt, bezweifel ich sehr stark.

Unser Neuzugang aus Fürth heißt Sercan Sararer. In Fürth konnte er
der Mannschaft aufgrund einer Verletzung nicht allzu lange weiterhelfen, in
seinen Einsätzen wusste er nur teilweise zu überzeugen. Kurzeinsätze dürften
seine Chance bedeuten.

Der Überraschungsmann der vergangenen Saison heißt Alexandru Maxim. Mit der
Nummer 44 rast er über den Platz, die Einstellung stimmt zumeist und er ist
eine wahre Bereicherung für das offensive Spiel. Wenngleich er sich auf der
zentralen Position im offensiven Mittelfeld am wohlsten fühlt, wird er zumeist
auf der Außenbahn eingesetzt und konnte dort gute Leistungen zeigen. Auch für
ihn gilt, in seiner ersten kompletten Saison muss er sich stabilisieren.

 

Vorne angekommen im Sturm finden sich vier Kandidaten, auch wenn sie
systembedingt zum Teil eher im Mittelfeld zu finden sein dürften.

Martin Harnik, der
Dauerläufer, hatte viele Hochs und Tiefs im Laufe der vergangenen Saison. Dennoch,
an Einsatzwillen fehlt es ihm selten und das Zusammenspiel mit Ibisevic ist
einzigartig, kommt es denn zustande.

Vedad Ibisevic ist der
Torgarant schlechthin. Die Abhängigkeit von seinen Toren ist seit dem Wechsel
von 1899 Hoffenheim unglaublich. Bei ihm fällt auf, dass er oftmals zu
leichtsinnig in die Zweikämpfe geht, das Stellungsspiel ebenso Wünsche übrig
lässt und seine Widerstandskraft gegenüber gegnerischen Kontakten zum Teil
peinlich und unfair wirkt. Das sollte er dringend ändern. Und doch: er trifft,
das zählt. Klare Nummer eins im Angriff.

Aus Hannover kommt der norwegische Nationalspieler Mohammed Abdellaoue.
Seine bisherigen Auftritte im Trikot mit dem Roten Brustring lassen jedoch
viele Wünsche offen. Das war nicht überzeugend. Er muss noch ins Team, zu den
Mitspielern und ins System finden. Abdellaoue wird über die Rolle des
Einwechselspielers nicht hinauskommen.

Das Beste kommt zum Schluss: Helmut, auch bekannt als Cacau oder
umgekehrt. Seien Verletzungsmisere scheint nun endgültig vorbei zu sein. Er
hatte ein grandioses Comeback im DFB-Pokalfinale, beinahe mit einem Happyend.
In dieser Saison sieht er sich einer gewaltigen Konkurrenz gegenüber. Doch, so
wie man ihn kennt, sollte das kein Problem sein. Ich bezeichne ihn als
klassischen und brillianten Co-Stürmer. Unter allen Trainern des VfB in der
Vergangenheit war er stets gesetzt, ob neben Kuranyi, Tomasson oder auch Gomez.
Seine Konstanz: stets 7 bis 13 Tore pro Saison in den letzten Jahren!

 

 

Nun wünsche ich allen VfB’lern, speziell denen der Schwabenfreunde
NordWest, auch trotz der unglücklichen Niederlage zum Saisonauftakt in Mainz,
eine gute Saison 2013/2014!

 

Auf, dass uns nie das Zielwasser ausgeht.

 

Euer Gunther

 

 

 

 

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